Reif für die Insel

Eigentlich soll es in den Herbstferien nach Slowenien zum Sportklettern gehen – da das Wetter aber überhaupt nicht mitspielt und das Tief „Xena“ in fast ganz Europa für Unwetter sorgt, müssen wir uns zwei Tage vor den Ferien spontan ein neues Ziel suchen. Nach mehrstündigem checken aller möglichen Wetterinformationen haben wir schließlich Ostfriesland für uns auserkoren und im Eiltempo die komplette Tour neu organisiert. Belohnt werden wir mit bestem Wetter, Leuchttürmen, Seehunde, viel Wind zum Drachensteigen, endlosen Sandstränden und dem UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer.

Während der Überfahrt zur Insel Wangerooge besuchen wir die Brücke unserer Fähre und dürfen sogar selbst mal das Steuer übernehmen.

Land in Sicht! Gut zu erkennen sind der neue Leuchtturm und der Westturm, der inzwischen als Jugendherberge dient.

Autos gibt es auf der Insel keine. Um vom Hafen zum Dorf zu kommen, ist die alte Inselbahn das Reisemittel der Wahl.

Die 161 Stufen hinauf auf den alten Leuchtturm nehmen wir für die schöne Aussicht gerne in Kauf.

Die sieben Kilometer die die Insel vom Festland trennen fallen bei Ebbe komplett trocken. Versuchen hinüberzulaufen sollte man allerdings besser nicht.

So sieht das Wattenmeer bei Niedrigwasser aus – bis hin zum Festland verschwindet die Nordsee hier jeden Tag zwei Mal komplett.

Auf der anderen Seite der Insel befindet sich die offene Nordsee mit ihren vielen Containerschiffen. Um vom Wattenmeer an die Nordsee zu laufen braucht man auf Wangerooge nur 10 Minuten.

Auf der Suche nach Seehunden wandern wir die endlosen Sandstrände entlang – wir werden nicht enttäuscht und können die Tiere mehrmals beobachten.

Der Deich, der Wangerooge vor der wilden Nordsee schützt, dient gleichzeitig als Fahrradweg. Sehr praktisch um die Insel zu erkunden!

Den neuen Leuchtturm ganz im Westen der Insel erkunden wir zu Fuß. Leider kann man hier nicht hinauflaufen. Der Leuchtturm kommt auch komplett ohne Leuchtturmwärter aus und wird von der Verkehrszentrale in Wilhelmshafen ferngesteuert.

Im Nationalparkhaus erkundigen wir uns über den Lebensraum Wattenmeer. Anhand zahlreicher Exponate und interaktiver Stationen wird schön veranschaulicht, was das Wattenmeer so besonders und schützenswert macht und weshalb es sogar zum UNESCO-Weltnaturerbe ernannt wurde.

Vor dem Nationalparkhaus steht das Skelett eines Pottwals, der Anfang 2016 auf Wangerooge gestrandet ist.

Wind zum Drachensteigen gibt es auf den ostfriesischen Inseln reichlich.

Dieser Möwe begegnen wir regelmäßig, wenn wir uns auf den Weg zum Einkaufen machen. Gerne versucht sie auch mal unsere Brotzeit aus der Hand zu klauen.

Der Name ist Programm.

Während einer geführten Wattwanderung trauen wir uns auch mal weiter ins Watt hinaus.

Zusammen mit unserem Guide entdecken wir die zahlreichen Lebewesen, die im Watt leben. Auf einem Quadratmeter Watt lassen sich bis zu 10.000 Wattschnecken, 20 Wattwürmer, 100 Muscheln und mehrere Krebse finden.

Die von uns ausgegrabenen Herzmuscheln graben sich innerhalb weniger Sekunden von selbst wieder ein, sobald man sie zurück auf den Boden legt.

Nici findet einen kleinen Krebs, der sich im Sand versteckt hat.

Emma ekelt sich nicht vor Wattwürmern und nimmt sogar einen auf die Hand.

Zurück am Festland bekommen wir eine Privattour entlang der Küste von Emmas Großeltern, zwei echten Ostfriesen. Unter anderem besuchen wir das Marine-Museum in Wilhelmshafen, wo man in ein echtes U-Boot besichtigen kann. Ganz schön eng da drin!

Unsere Gruppe beim Aussteigen aus dem U-Boot.